Wegeunfall – Sicheres Fahrrad

Sicheres Verhalten im Straßenverkehr – Wegeunfall vermeiden

Wer mit dem Fahrrad unterwegs ist, ist im Straßenverkehr der Schwächere. So gesund es ist, sich zu bewegen und etwas für seine Gesundheit zu machen, umso ungesünder sind Unfälle mit dem Fahrad. Bei einem Verkehrunfall fat der Radfahrer zumeist das nachsehen. Er hat keinen Airbag odr Seitenaufprallschutz und auch keinen schützenden Käfig wie die autofahrer. Dazu kommt, dass vermehr Pedelcs benutzt werden, die schnell und ohne Kraftaufwwand bis zu 40 km/h erreichen.

Beschäftigte, die das Fahrrad auf dem Weg zur Arbeit nutzen, erleiden bei einem unfall einen Wegeunfall. Der Wegeunfall ist dem Betrieb zu melden, da nur so die Leistungen der Berufsgenossenschaft in Anspruch genommen werden können.

Wie kann man sich als Fahrradfahrer vor Verkehrunfällen schützen?

Zum einen sollte man sich optisch Sichtbar machen. Besonders in der dunklen Jahreszeit, wird auf das Licht verzischtet, da es zusätzlichen Kraftaufwand fordert oder sogar defekt ist. Daher sollte man zu Beginn der dunklen Zeit das Licht überprüfen und gegebenenfalls reparieren lassen. Zusätzlich hilft helle Kleidung und Refelktorstreifen oder Warnkleidung die Aufmerksamkeit der anderen Verkehrsteilnehmer zu erhöhen.

Im Straßenverkehr sollten Sie sich eindeutig verhalten, so dass andere Verkehrsteilnehmer frühzeitig erkennen können, wie Sie sich verhalten wollten. Geben Sie entsprechende Handzeichen, ob Sie abbiegen wollen und verhalten Sie sich defensiv. Rechnen Sie mit dem Fehlverhalten von anderen Verkehrsteilnehmern.

Um Kopfverletzungen vorzubeugen ist es empfehlenswert einen Fahrradhelm zu tragen. Sollten Sie doch einmal Stürzen, ist zumindest Ihr Kopf geschützt.

 

Wir wünschen Ihnen einen sicheren Arbeitsweg.

 

 

 

 


Monotonie – Langeweile oder Strukur

Immer die gleichen Handgriffe, immer das gleiche machen, immmer die selbe Tätigkeit

Kennen Sie das auch? Es gibt Menschen, die freuen sich, wenn sie immer die selbe Tätigkeit ausführen müssen. Sie wissen was zu machen ist und brauchen sich keine Gedanken machen. Die größere Anzahl von Beschäftigten sieht das aber anders. Sie sind gelangweilt und oftmals frustriert. Die monotone Tätigkeit unterfordert sie und es besteht der Wunsch nach mehr Abwechslung. Der Grund hierfür ist, dass Monotonie für die Menschen psychisch und zum Teil auch körperlich belastend ist und dazu führen kann, dass man weniger aufmerksam ist und ermüdet. Besonders belastend werden Arbeitsprozesse angesehen, die den Menschen nicht stimulieren, das Gehirn zu benutzen. Es entsteht bei den Betroffenen das Gefühl, dass die Routine einen hindert sich weiterzuentwickeln.

Monotone Arbeit kann ebenfalls zu einem Burn-Out führen.

Gegen Monotonie können Unternehmen aktiv werden. Es kann Jobrotation praktiziert werden. Das bedeutet, die Beschäftigten bekommen regelmäßig eine andere Aufgabe zugewiesen. Vorrangig kann man diese Methode in Montagebetrieben einsetzen, bei denen in Form einer Fließbandfertigung produziert wird und immer dieselben Handgriffe durchzuführen sind. Eine Weitere Methode ist das Jobenlargement. Hierbei wird der Tätigkeitsspielraum der Beschäftigten erweitert. Es werden weitere Arbeitsschritte der eigendlichen Tätigkeit hinzugefügt, die entweder vor- oder nachgelagert sind. Bei beiden methoden ist zu beachten, dass die Mitarbeiter jetzt nicht überfordert werden und sich das erwünschte Ergebnis ins negative umschlägt. Dazu sind die Mitarbeiter entsprechend zu qualifizieren, damit sie die aufgaben auch richtig ausführen können.


Sommerzeit ist Zeit der Aushilfen und Ferienjobber

Unterweisung ist Pflicht, auch für Aushilfen und Ferienjobber

In Ihrem Betrieb stellen Sie in den Sommermonaten Aushilfskräfte ein? Auch Aushilfskräfte müssen vom Unternehmen vor der ersten Arbeitsaufnahme im Arbeitsschutz unterwiesen werden.

Viele Betriebe stellen in der Urlaubszeit Aushilfen an, um der Stammbelegschaft Urlaub zu ermöglichen. Auch sind verschiedene Betriebe im Saisongeschäft tätig. Die Aushilfen sind, wie alle Beschäftigten, mindesten einmal jährlich und nach Vorfällen zu unterweisen. Hierbei ist es gleichgültig, ob die Aushilfen Schüler oder Studenten sind, die sich etwas in ihren Ferien verdienen wollen, oder andere Personen. Jeder dieser Mitarbeiter muss neben der Unterweisung, auch mit der notwendigen Persönlichen Schutzausrüstung, z.B. Sicherheitsschuhe, Gehörschutz, etc. ausgerüstet werden.

Gerade Personen die neu oder auch nur sehr kurz beschäftigt werden, sind statistisch gesehen, am häufigsten Arbeitsbedingten Unfällen ausgesetzt. Die meisten Personen verunfallen im ersten Jahr ihrer Betriebszugehörigkeit. Einige Ursachen sind, die Unkenntnis über die Arbeitsbedingen und die Gefährdungen am Arbeitsplatz. Ferner sind es mangelnde Kenntnisse über die notwendige Persönliche Schutzausrüstung. Hier ist die Ursache oft eine nicht, oder nicht ausreichende Unterweisung vor der ersten Arbeitsaufnahme.

Wenn jüngere, sehr motivierte Menschen als Aushilfen eingesetzt werden, kann es sein, dass sie Gefährdungen aufgrund mangelnder Erfahrungen und Unbekümmertheit nicht erkennen können. Gleiche Problematik besteht bei Auszubildenden. Daher ist bei dieser Personengruppe eine besondere Sensibilisierung und Kontrolle der Einhaltung der Arbeitsschutzvorschriften notwendig.

 

Die Unterweisung sollte zum einen über die allgemeinen Gefährdungen sein, zusätzlich ist aber eine arbeitsplatzbezogene Unterweisung, wenn möglich direkt am zukünftigen Arbeitsplatz vorzunehmen.

 

Allgemeine Inhalte

– Sicherheitsphilosophie und -organisation des Unternehmens
– Zuständigkeitsbereiche und Pflichtübertragung
– Einrichtungen der Ersten Hilfe
– Flucht- und Rettungswege
– Verhalten bei Unfällen im Betrieb und im Straßenverkehr
– Unfallverhütungsvorschriften
– Verhalten im Brandfall
– Verkehrswege
– Allgemeine sicherheitsgerechte Verhaltensregeln
– Warnsignale, Kennzeichnungen
– Aktuelle Schwerpunkte des Unfallgeschehens
– Vorstellung des Sicherheitsbeauftragten

 

II.) Spezifische Inhalte (muss der betriebliche Vorgesetzte machen)

– Bedienung von Anlagen, Maschinen, Geräten und Werkzeugen inkl. der Funktion von Schutzeinrichtungen
– Arbeitsverfahren, Einrichtungen, Arbeits- und Hilfsstoffe
– Ersatzbeschaffung und Entsorgung von Materialien
– Umgebungseinflüsse
– Spezielle Gefährdung am Arbeitsplatz sowie Schutzmaßnahmen
– Zweckmäßige Arbeitskleidung und Benutzung persönlicher Schutzausrüstungen
– Verbot bestimmter Arbeiten
– Voraussetzungen für bestimmte Arbeiten
– Lage von Haupt- und Not-Schaltern (Strom-Unterverteiler, Sicherungen)
– Verhalten bei Störungen

 

Nach der Unterweisung, muss der Aushilfe und dem Ferienjobber klar sein,

was sie dürfen
– was sie n i c h t dürfen
– was sie müssen

und vor allen Dingen w a r u m !

 

Bitte denken Sie daran, dass Sie die Unterweisung in einer für die unterwiesene Person verständlichen Sprache durchführen müssen.

 

Neben den Arbeitsschutzvorschriften sind bei Minderjährigen auch die Jugendarbeitsschutzvorschriften und das Arbeitszeitgesetz zu beachten. Als Beispiel dürfen Minderjährige keine gefährlichen Arbeiten aus Aushilfe oder Ferienjobber ausüben. Auch der Umgang mit Gefahrstoffen ist zu unterlassen.


Alkoholkonsum im Betrieb

Ist Alkoholkonsum wärend der Arbeit erlaubt?

Das Statistische Bundesamt hat für das Jahr 2012 herausgefunden, dass 14.551 Tote durch Alkoholkonsum in Deutschland gestorben sind. Die Zahlen ergeben, dass mehr als viermal so viele Menschen durch Alkoholkonsum sterben als durch Verkehrsunfälle. Dabei sind es hauptsächlich Leberkrankheiten und psychiche Verhaltensstörungen, die der Alkohol hervorgerufen hat.

Was bedeutet Alkoholkonsum im Betrieb?

Grundsätzlich gibt es im Arbeitsrecht kein absolutes Alkoholverbot, solange nicht gegen Pflichten die sich aus Arbeitsverträgen ergeben verstoßen wird. Aber der Unternehmer hat das Recht, im Rahmen seines Weisungsrechts und seines Hausrechts ein allgemeines Alkoholverbot auszusprechen. Außnahmen stellen spezielle Verordnungen da, die z.B. Busfahrer und Taxifahrern vor und während der Arbeit untersagt ist, genaue Regelungen entnehmen Sie bitte den entsprechenden Vorschriften.

Eine besondere Ausnahme ist die Unfallverhütungsvorschrift „Grundsätze der Prävention“ (DGUV Vorschrift 1), die besagt, dass Versicherte die Pflicht haben, sich nicht durch den Konsum von Alkohol, Dorgen und anderer berauschender Substanzen in einen Zustand zu versetzten, durch den sie sch selbst oder andere gefährden können. (§15)

Ein Alkoholverbot kann auch im Rahmen von Gefährdungsbeurteilungen ermittelt werden, wenn beispielsweise mit gefährlichen Maschinen und Anlagen gearbeitet wird. Da durch Alkoholkonsum die Reaktionfähigkeit und das Aufnahmevermögen eingeschränkt wird, kann es sein, dass Gefährdungen nicht rechtzeitig erkannt werden und so Unfälle geschehen.

In vielen Betrieben und Unternehmen hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass Arbeitsplatz, Arbeitsweg und Alkohol nicht vereinbar sind.

 

Dieser Beitrag stellt keine Rechtsberatung da.


Gefährdung Sommerhitze

Im Hochsommer haben einige Branchen Hochkonjunktur, allen voran die Baubranche. Aber auch im Gartenbau ist jetzt viel Arbeit. Es handelt sich oftmals um körperlich anspruchsvolle und schwere Tätigkeiten. Viele Menschen halten das Arbeiten an der frischen Luft und im Sonnenschein für etwas besonderes, die Arbeitnehmer aber, die diese Arbeitsplätze haben, sind dagegen besonderen Gefährdungen für die Gesundheit ausgesetzt. Die hohen Temperaturen und die Sonne belasten den Körper. Man kann durch Flüssigkeitsmangel Schwindelanfälle bekommen oder unkonzentriert sein. Die Sonne kann Sonnenbrände und Hitzschläge verursachen.

In den Sommermonaten sollte man daher ein paar besondere Vorsichtsmaßnahmen beachten. Aufgrund der hohen Sonneneinstrahlung und der dabei bestehenden hohen UV-Strahlung, ist es sinnvoll eine Sonnenschutzcreme mit Lichtschutzfaktor 30 zu verwenden, diese ersetzt aber nicht eine luftdurchlässige Kleidung, die den Körper bedeckt. Kleidung stellt dabei den wichtigsten Schutz vor Sonnenbrand. Zum Schutz der Augen ist es empfehlenswert eine Sonnenbrille mit UV-Schutzfilter z.B. mit UV-400-Schutz. Auch der Kopf sollte mit einer Kopfbedeckung mit breitem Rand bedeckt werden, welcher zusätzlich den Nacken schützt.

Besonders wichtig ist es, bei hohen Temperaturen und starker Sonne ausreichend zu trinken. Wenn man schwitzt, verliert der Körper zusätzlich eine größere Menge an Flüssigkeit, wodurch der Kreislauf belastet wird. Man dehydriert. Das kann Gefährlich werden, da mit Unkonzentriertheit und Schwindel zu rechnen ist und z.B. ein Absturz vom Gerüst passieren kann.

Sind Beschäftigte der Gefährdung Sommerhitze ausgesetzt, so hat der Unternehmer diesen Gefährdungsfaktor in der Gefährdungsbeurteilung zu berücksichtigen und entsprechende Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Das kann auch die Bereitstellung von Sonnenschutzcreme sein.


GHS ist Inkraft

GHS (global harmonisiertes System zur Einstufung und Kennzeichnung) von Gefahrstoffen

GHS vereinheitlicht weltweit die Einstufung und Kennzeichnung von chemischen Stoffen und Gemischen. Bereits im Januar 2009 ist in der EU die Änderung der GHS Kenzzeichung in Kraft getreten, in Verbindung mit einem Übergangszeitraum. Seit dem 014.06.2015 dürfen nur Gebinde in den Verkehr gebracht werden, die über die neue, weltweit einheitliche Kennzeichnung verfügt.

Für den Anwender ändert sich durch GHS somit die Kennzeichnung von Verpackungen und Gebinden. Die neuen Kennzeichungen sind daher den Beschäftigten bekannt zu machen und entsprechned zu unterweisen, um Gefährdungen durch den chemischen Stoff zu vermindern.

Die bisherigen orangfarbigen Symbole werden durch rautenförmige Piktogramme mit rotem Rand ersetzt.

Aufgrund der langen Übergangszeit kann es vorkommen, dass in Betrieben Gebinden mit alter und neuer Kennzeichung zu finden sind. Auf einem Gebindeettikett ist aber nur eine Kennzeichnung erlaubt.

Zusätzlich zu dem Piktogramm wird ein Signalwort aufgeführt, welches den potenziellen Gefährdungsgrad des Stoffes beschreibt.

„Gefahr“ oder „Achtung“

Besteht für Unternehmen durch die Änderung der Kennzeichnung Handlungsbedarf? Diese Frage kann klar mit „JA“ beantwortet werden. Es sind zum einen die Mitarbeiter zu unterweisen, sowie die Betriebsanweisungen für den Stoff anzupassen. In den Betriebsanweisungen sind die neuen Symbole zu ergänzen, spätestens sobald der Lieferant Produkte mit der neuen Kennzeichnung liefert. Verpflichtend ist die Aktualisierung der Betriebsanweisungen ab dem 01. Juni 2015. Für die richtige Aktualisierung der Betriebsanweisungen sollten Sie sich von ihrem Lieferanten neue, aktuelle Sicherheitsdatenblätter zusenden lassen. Der Lieferant ist verpflichtet, Ihnen die Sicherheitsdatenblätter kostenlos mit dem Produkt zur verfügung zu stellen. Hier ist auch die aktuelle Einstufung des Produktes zu finden. Die Einstufung ist durch den Hertseller vorzunehmen und braucht von Ihnen nur übernommen werden.

Weitere Informationen zum Aufbau der GHS Kennzeichung finden Sie hier. Eine Datenbank mit GHS-Konverter finden Sie hier.

Gerne unterstützen wir Sie und Ihr Unternehmen bei der Aktualisierung der Betriebsanweisungen.


Staub am Arbeitsplatz

Staub am Arbeitsplatz kann gesundheitsschädlich sein

Oftmals wird Staub nur einfach als Dreck angesehen, der nur optisch stört. Leider ist das nicht immer der Fall. Staub kann schädliche Partikel enthalten, die die Atmungsorgane belasten oder sogar Lungengängig sind und Krebs erzeugen können (z.B. Asbest). Auch kann Staub in einer ausreichend hihen konzentration explosionsgefährlich oder brennbar sein. Daher sollte man versuchen, bei der Arbeit möglichst wenig Staub aufzuwirbeln. Wenn möglich sollte der Staub mit Wasser gebunden werden. Bei staubigen Arbeiten ist es emfehlenswert, Partikelfilternde Halb- oder vollmasken zu benutzen. Näheres sollte in der Gefährdungsbeurteilung festgelegt werden.

Stäube und kleine staubähnliche Partikel können in die Atmungsorgane gelangen und dort Entzündungen und Reitzungen hervorrufen. Besonders betroffen von Stäube sind Beschäftigte im Bereicht der Holzverarbeitung, z.B. Schreinereien, Zimmereien und in der Keramikindustrie. Ebenfalls sind Backbetriebe von Staubbildung verstärkt betroffen.

Die VBG hat hierzu 10 goldene Regeln veröffentlicht:

Regel 1: Staub nicht entstehen lassen

Regel 2: Staubarme Materialien verwenden

Regel 3: Geschlossen Anlagen verwenden

Regel 4: Staub an Entstehungstelle absaugen

Regel 5: Absaugung optimieren und warten

Regel 6: Arbeitsräume lüften

Regel 7: Abfälle sofort staubfrei beseitigen

Regel 8: Arbeitsplätze regelmäßig reinigen

Regel 9: Arbeitskleidung sauber halten

Regel 10: Bei Staubintensiven Arbeiten Atemschutz verwenden

Ein präventiver Umgang mit Staub am Arbeitsplatz und die Vermeidung desselben sollte eine Aufgabe für jeden Mitarbeiter sein. Die gesundheitlichen und wirtschaftlichen Schäden sind imens groß und können Menschen und Betriebe nachhaltig schädigen.

Eine Auswirkung lässt sich im besonderen im Bergbau beobachten. Erkrankten hier früher eine große Anzahl der Beschäftigten an der so genannten „Staublunge“, so haben Präventionsmaßnahmen wie leistungsstarke Absaugeinrichtungen diese Erkenkungen reduziert und die Gefahr von staubexplosionen merklich verringert.

 

Die 10 goldenen Regeln sind auf der Internetpräsentz der VBG erhältlich.

 


Hochziehbare Personenaufnahmemittel

Neue Regel im Arbeitsschutz veröffentlicht:

Es ist eine neue Regel über die Benutzung von „Hochziehbaren Personenaufnahmemitteln“ veröffentlicht worden. (DGUV Regel 101-006)

Diese Fassung ersetzt die BGR 159.

Wenn Sie Hochziehbare Personenaufnahmemittel einsetzen, sollten Sie prüfen, ob Ihr Betrieb von Änderungen in der Vorschrift betroffen ist.

Grundsätzlich ist eine Gefährdungsbeurteilung für den Einsatz von Hochziehbaren Personenaufnahmemitteln zu erstellen und die Mitarbeiter mindestens jährlich in die Gefährdungen und der Benutzung zu unterweisen.

Die DGUV Regel ist unter http://publikationen.dguv.de als Download erhältlich.


Anzahl der Sicherheitsbeauftragten

Die neue DGUV Vorschrift 1 „Grundsätze der Prävention“ hat eine Änderung bei der Ermittlung der Anzahl der Sicherheitsbeauftragten ergeben.

Es gibt keine Angabe mehr, bei wie viele Sicherheitsbeauftrage bei einer bestimmten Anzahl von Mitarbeitern notwendig sind. Jetzt ist die Anzahl vom Unternehmer anhand folgender Kriterien zu ermitteln:

  • Im Unternehmen bestehende Unfall- und Gesundheitsgefahren
  • Räumliche Nähe der zuständigen Sicherheitsbeauftragten zu den Beschäftigten
  • Zeitliche Nähe der zuständigen Sicherheitsbeauftragten zu den Beschäftigten
  • Fachliche Nähe der zuständigen Sicherheitsbeauftragten zu den Beschäftigten
  • Anzahl der Beschäftigten

Als Hilfsmittel ist die DGUV Information 211-039 veröffentlicht worden, in der eine Möglichkeit veröffenlicht ist und ein Beispiel, wie die notwendige Anzahl an Sicherheitsbeauftragten ermittelt werden kann.

Um die notwendige Anzahl zu ermitteln, ist die Gefährdungsbeurteilung heranzuziehen, in der die Unfall- und Gesundheitsgefahren ersichtlich sind. Sollte der Betrieb im Schichtdienst arbeiten, sind Sicherheitsbeauftragte über alle Schichten zu bestellen. Besonders hohe Gefährdungen im Betrieb und besonders Gefährliche Tätigkeiten kann dazu führen, dass mehr Sicherheitsbeauftragte benötigt werden.

Sicherheitsbeauftragte sind Kollegen unter Kollegen. Sie sollten keine Führungskräfte sein. Das Ziel ist, die Kollegen zu sicherem Arbeiten zu motiviren und Mängel im Arbeitsschutz zu erkennen. Es handelt sich um ein Ehrenamt im Unternehmen. Eine Zusammenarbeit mit der Fachkraft für Arbeitssicherheit und dem Betriebsarzt ist hierbei sehr wichtig.


Die Haut – ein schützenswertes Organ

Die Haut – ein schützenswertes Organ

Der Mensch verfügt über etwa 12 kg Haut – ein schützenswertes Organ – mit einer Größe von etwa 2m2. Dieses Organ ist ein wichtiger Schutz vor dem Eindringen von Viren und Bakterien sowie gegen Pilze und andere schädigende Organismen. Dieser Schutz ist aber nur gegeben, wenn die Haut unverletzt ist.

Die Haut besteht aus verschiedenen Schichten. Die Hornhaut (Stratum Corneum) bildet dabei mit der darüber befindlichen Hydrolipidschicht den natürlichen Schutz unseres Körpers vor der Umwelt. Ist diese Schutzschicht beschädigt, können Fremdstoffe in unsere Haut eindringen und die Haut verliert die hauteigene Feuchtigkeit und wird spröde und rissig. Daher ist ein regelmäßiger Hautschutz, eine regelmäßige Hautreinigung und eine regelmäßige Hautpflege mit geeigneten Mitteln unausweichlich.
Häufiges Händewaschen und Feuchtarbeit fördert die Schädigung der Haut. Auch der Kontakt mit Ölen, Fetten und stark haftenden Verschmutzungen wie Lacke und Klebstoffe und das längerfristige Tragen von Luftundurchlässigen Schutzhandschuhen sorgen für Gefährdungen der Haut.

Was kann man machen:

Um die Haut zu schützen, ist ein Hautschutz – Hautreinigungs- und Hautpflegekonzept notwendig, um Erkrankungen und krankheitsbedingte Mitarbeiterausfälle zu reduzieren.

Das Hautschutzmittel wird hierzu vor Aufnahme der Tätigkeit auf die Haut z.B. Hände aufgetragen und vermindert so das haften bleiben von Lacken. Die Haut erhält einen zusätzlichen Schutzfilm.

Die Hautreinigung erfolgt nach der Tätigkeit, dabei werden häufig Reinigungsmittel eingesetzt die zusätzlich die Haut schädigen (z.B. Lösungsmittel) oder scharfkantige Reibemittel enthalten und so Mikrorisse in der Haut erzeugen. Auf solche Reinigungsmittel sollte man verzichten. Hier stehen Ihnen die Anbieter von Hautreinigungsmittel beratend zur Seite. Falsche Hautreinigungsmittel schaden der Haut mehr, als sie nützen.

Nach der Arbeit sollte ein Hautpflegemittel aufgetragen werden, welche eine Rückfettung der Haut ermöglicht.

Neben der auswahl geeigneter Mittel, sind die Mitarbeiter in der Nutzung zu unterweisen und es ist ein Hautschutzplan zu erstellen und auszuhängen.

In Bereichen, in denen häufiges Händewaschen notwendig ist, zum Beispiel in der Altenpflege, Praxen oder Küchen, empfiehlt es sich, besser die Hände öfters nur zu desinfizieren als zu Waschen. Wasser stellt in diesem Fall eine Art Gefahrstoff für die Hände dar.

Beachten Sie, dass bei Feuchtarbeit, dazu Zählt auch das Tragen von luftundurchlässigen Handschuhen, von Mehr als 2 Stunden pro Tag eine arbeitsmedizinische Vorsorge anzubieten ist, bei mehr als 4 Stunden Feuchtarbeit eine arbeitsmedizinische Vorsorge Pflicht ist.


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