Die Haut – ein schützenswertes Organ

Die Haut – ein schützenswertes Organ

Der Mensch verfügt über etwa 12 kg Haut – ein schützenswertes Organ – mit einer Größe von etwa 2m2. Dieses Organ ist ein wichtiger Schutz vor dem Eindringen von Viren und Bakterien sowie gegen Pilze und andere schädigende Organismen. Dieser Schutz ist aber nur gegeben, wenn die Haut unverletzt ist.

Die Haut besteht aus verschiedenen Schichten. Die Hornhaut (Stratum Corneum) bildet dabei mit der darüber befindlichen Hydrolipidschicht den natürlichen Schutz unseres Körpers vor der Umwelt. Ist diese Schutzschicht beschädigt, können Fremdstoffe in unsere Haut eindringen und die Haut verliert die hauteigene Feuchtigkeit und wird spröde und rissig. Daher ist ein regelmäßiger Hautschutz, eine regelmäßige Hautreinigung und eine regelmäßige Hautpflege mit geeigneten Mitteln unausweichlich.
Häufiges Händewaschen und Feuchtarbeit fördert die Schädigung der Haut. Auch der Kontakt mit Ölen, Fetten und stark haftenden Verschmutzungen wie Lacke und Klebstoffe und das längerfristige Tragen von Luftundurchlässigen Schutzhandschuhen sorgen für Gefährdungen der Haut.

Was kann man machen:

Um die Haut zu schützen, ist ein Hautschutz – Hautreinigungs- und Hautpflegekonzept notwendig, um Erkrankungen und krankheitsbedingte Mitarbeiterausfälle zu reduzieren.

Das Hautschutzmittel wird hierzu vor Aufnahme der Tätigkeit auf die Haut z.B. Hände aufgetragen und vermindert so das haften bleiben von Lacken. Die Haut erhält einen zusätzlichen Schutzfilm.

Die Hautreinigung erfolgt nach der Tätigkeit, dabei werden häufig Reinigungsmittel eingesetzt die zusätzlich die Haut schädigen (z.B. Lösungsmittel) oder scharfkantige Reibemittel enthalten und so Mikrorisse in der Haut erzeugen. Auf solche Reinigungsmittel sollte man verzichten. Hier stehen Ihnen die Anbieter von Hautreinigungsmittel beratend zur Seite. Falsche Hautreinigungsmittel schaden der Haut mehr, als sie nützen.

Nach der Arbeit sollte ein Hautpflegemittel aufgetragen werden, welche eine Rückfettung der Haut ermöglicht.

Neben der auswahl geeigneter Mittel, sind die Mitarbeiter in der Nutzung zu unterweisen und es ist ein Hautschutzplan zu erstellen und auszuhängen.

In Bereichen, in denen häufiges Händewaschen notwendig ist, zum Beispiel in der Altenpflege, Praxen oder Küchen, empfiehlt es sich, besser die Hände öfters nur zu desinfizieren als zu Waschen. Wasser stellt in diesem Fall eine Art Gefahrstoff für die Hände dar.

Beachten Sie, dass bei Feuchtarbeit, dazu Zählt auch das Tragen von luftundurchlässigen Handschuhen, von Mehr als 2 Stunden pro Tag eine arbeitsmedizinische Vorsorge anzubieten ist, bei mehr als 4 Stunden Feuchtarbeit eine arbeitsmedizinische Vorsorge Pflicht ist.