Sommerzeit ist Zeit der Aushilfen und Ferienjobber

Unterweisung ist Pflicht, auch für Aushilfen und Ferienjobber

In Ihrem Betrieb stellen Sie in den Sommermonaten Aushilfskräfte ein? Auch Aushilfskräfte müssen vom Unternehmen vor der ersten Arbeitsaufnahme im Arbeitsschutz unterwiesen werden.

Viele Betriebe stellen in der Urlaubszeit Aushilfen an, um der Stammbelegschaft Urlaub zu ermöglichen. Auch sind verschiedene Betriebe im Saisongeschäft tätig. Die Aushilfen sind, wie alle Beschäftigten, mindesten einmal jährlich und nach Vorfällen zu unterweisen. Hierbei ist es gleichgültig, ob die Aushilfen Schüler oder Studenten sind, die sich etwas in ihren Ferien verdienen wollen, oder andere Personen. Jeder dieser Mitarbeiter muss neben der Unterweisung, auch mit der notwendigen Persönlichen Schutzausrüstung, z.B. Sicherheitsschuhe, Gehörschutz, etc. ausgerüstet werden.

Gerade Personen die neu oder auch nur sehr kurz beschäftigt werden, sind statistisch gesehen, am häufigsten Arbeitsbedingten Unfällen ausgesetzt. Die meisten Personen verunfallen im ersten Jahr ihrer Betriebszugehörigkeit. Einige Ursachen sind, die Unkenntnis über die Arbeitsbedingen und die Gefährdungen am Arbeitsplatz. Ferner sind es mangelnde Kenntnisse über die notwendige Persönliche Schutzausrüstung. Hier ist die Ursache oft eine nicht, oder nicht ausreichende Unterweisung vor der ersten Arbeitsaufnahme.

Wenn jüngere, sehr motivierte Menschen als Aushilfen eingesetzt werden, kann es sein, dass sie Gefährdungen aufgrund mangelnder Erfahrungen und Unbekümmertheit nicht erkennen können. Gleiche Problematik besteht bei Auszubildenden. Daher ist bei dieser Personengruppe eine besondere Sensibilisierung und Kontrolle der Einhaltung der Arbeitsschutzvorschriften notwendig.

 

Die Unterweisung sollte zum einen über die allgemeinen Gefährdungen sein, zusätzlich ist aber eine arbeitsplatzbezogene Unterweisung, wenn möglich direkt am zukünftigen Arbeitsplatz vorzunehmen.

 

Allgemeine Inhalte

– Sicherheitsphilosophie und -organisation des Unternehmens
– Zuständigkeitsbereiche und Pflichtübertragung
– Einrichtungen der Ersten Hilfe
– Flucht- und Rettungswege
– Verhalten bei Unfällen im Betrieb und im Straßenverkehr
– Unfallverhütungsvorschriften
– Verhalten im Brandfall
– Verkehrswege
– Allgemeine sicherheitsgerechte Verhaltensregeln
– Warnsignale, Kennzeichnungen
– Aktuelle Schwerpunkte des Unfallgeschehens
– Vorstellung des Sicherheitsbeauftragten

 

II.) Spezifische Inhalte (muss der betriebliche Vorgesetzte machen)

– Bedienung von Anlagen, Maschinen, Geräten und Werkzeugen inkl. der Funktion von Schutzeinrichtungen
– Arbeitsverfahren, Einrichtungen, Arbeits- und Hilfsstoffe
– Ersatzbeschaffung und Entsorgung von Materialien
– Umgebungseinflüsse
– Spezielle Gefährdung am Arbeitsplatz sowie Schutzmaßnahmen
– Zweckmäßige Arbeitskleidung und Benutzung persönlicher Schutzausrüstungen
– Verbot bestimmter Arbeiten
– Voraussetzungen für bestimmte Arbeiten
– Lage von Haupt- und Not-Schaltern (Strom-Unterverteiler, Sicherungen)
– Verhalten bei Störungen

 

Nach der Unterweisung, muss der Aushilfe und dem Ferienjobber klar sein,

was sie dürfen
– was sie n i c h t dürfen
– was sie müssen

und vor allen Dingen w a r u m !

 

Bitte denken Sie daran, dass Sie die Unterweisung in einer für die unterwiesene Person verständlichen Sprache durchführen müssen.

 

Neben den Arbeitsschutzvorschriften sind bei Minderjährigen auch die Jugendarbeitsschutzvorschriften und das Arbeitszeitgesetz zu beachten. Als Beispiel dürfen Minderjährige keine gefährlichen Arbeiten aus Aushilfe oder Ferienjobber ausüben. Auch der Umgang mit Gefahrstoffen ist zu unterlassen.


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